Betrug beim Rinderverkauf, Betrüger ertappt
- Klaus Klaassen
- 28. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Eine Gruppe von mennonitischen Rinderzüchter aus den sogenannten "Las Brechas" Kolonien südlich der Stadt "Santa Cruz" hat zwei Personen festgenommen, denen Betrug beim Verkauf von Vieh vorgeworfen wird. Die Verdächtigen, die sich als Geschäftsleute aus der Fleischbranche ausgaben, nutzten eine gefälschte Banknote, um das Vertrauen der Produzenten zu gewinnen. Damit wiederholten sie ein betrügerisches Schema, das sie bereits im September letzten Jahres angewandt hatten.
Die Betroffenen gaben an, dass sie in einer ersten Transaktion im Jahr 2024 55 Bullen an den Angeklagten geliefert hätten, der eine Teilzahlung geleistet habe, so dass eine offene Schuld von 158.000 Bolivianos geblieben sei.

Obwohl in der ursprünglichen Vereinbarung eine Frist von sieben Tagen festgelegt war, sind mehr als 150 Tage vergangen, ohne dass der vollständige Betrag bezahlt wurde.
„Wir dachten, es handele sich um ein seriöses Unternehmen und gaben ihnen sieben Tage Kredit. Nach fünf Tagen zahlten sie uns einen Teil des Geldes und wir vertrauten ihnen und gaben ihnen mehr Vieh. Doch nun sehen wir, dass wir nur getäuscht wurden“, erklärt einer der Betroffenen.

Der neue Betrugsversuch ereignete sich am Mittwoch, als dieselben Personen versuchten, mit gefälschten Dokumenten weitere Rinder zu stehlen. Diesmal jedoch erkannten die Mennoniten aufgrund ihrer früheren Erfahrungen das Vorhaben der Betrüger und benachrichtigten die Polizei.
Agenten der Spezialeinheit gegen Kriminalität (Felcc) von Los Lotes trafen am Tatort ein und verhafteten die Beteiligten. „Es sind 150 Tage vergangen und das Geld fehlt immer noch. „Wir wollen unser Geld zurück“, sagte einer der betroffenen Produzenten.
Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um die Verantwortung der Angeklagten festzustellen und sie daran zu hindern, weiterhin derartige Betrugsfälle durchzuführen.
Unterdessen fordern die Mennoniten Gerechtigkeit, eine rasche Lösung und die Rückzahlung des geschuldeten Geldes.
Leider kommt es immer wieder zu solchen Betrugsfällen, wo vermeintliche Viehhändler Vieh kaufen und das Geld später zahlen wollen. Die späteren Zahlungen bleiben aber vielfach aus. Wichtig ist für die mennonitischen Viehzüchter einen verlässlichen Händler für den Fleischverkauf zu haben. Hier treten dann oft die Kolonien als Vertragspartner mit den Fleischhändlern auf.
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